Was ich mache

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Ich: Jo Achim Werner

Sonne, Berge, gute Freunde – So geht’s mir gut!

Der Name Bilder wie Worte entstand, als mein Freund Julien, ein begnadeter Designer, mich aufforderte, das, was meine Arbeit ausmachen würde, in Worte zu fassen.

Ein doppeldeutiger Name, wie sich dem Liebhaber alter Sprech- und Schreibweisen schnell erschließt. Natürlich geht es hier um die sprichwörtlichen Bilder, die für viele Worte stehen. Es geht hier aber auch um Worte: Worte, die wie Bilder sind. Worte, die es auf den Punkt bringen. Bilder und Worte – das sind die Grundlagen aller Kommunikation. Wir erkennen die Welt in Bildern oder sie wird uns vermittelt in Worten.

Nach einem Studium des Fotojournalismus an der FH Bielefeld und Stationen bin ich als Bildjournalist für viele Zeitungen und Zeitschriften unterwegs gewesen. Weitere berufliche Stationen waren Redakteur, Werbe- und Industriefotografie und Portraitaufnahmen für private und gewerbliche Kunden. Für ein großes Altenheim habe ich fast 10 Jahre lang die gesamte Werbung und Öffentlichkeitsarbeit betreut. Anschließend habe ich Studios und Büros in Lehrte und Hannover betrieben.

Leben ist Veränderung. Zu viel Aufenthalt in geschlossenen Räumen tut mir einfach nicht gut. Portraitserien und auch Familienaufnahmen mache ich jetzt da, wo meine Kunden es mir vorschlagen oder ich Ihnen.

Am meinem Schreibtisch entwerfe ich weiterhin pfiffige Slogans, Layouts oder kleinere Broschüren und Faltblätter, also alles, was einer gelungenen Kommunikation dient. Sie finden dieses Angebot unter www.einfach-richtig-gut.de

Mein Weg zur Fotografie

Es war 1981. Während der zweijährigen Reise, die meine Freundin und spätere Frau Ellen und ich machten, haben wir uns mit der Obsternte im wunderschönen Okanagan Valley in British Columbia eine kleine finanzielle Reserve geschaffen. (Es reichte sogar für die Trauung vor dem Friedensrichter.) Ich belege einen Fernkurs in Fotografie bei einem New Yorker Institut. Als uns der Winter in Canada zu sehr zu schaffen macht, zieht es uns wieder in den Süden. Wir fahren zurück nach L.A. Dort finden wir Arbeit in einer Firma, die für die Film- und Musikkonzerne Sicherheitskopien verwaltet (Besuche von Frank Zappa und anderem waren inklusive.) und ich bestelle mir einen Bausatz für eine Großformatkamera. Ansel Adams ließ grüßen.

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Später fahren wir wieder durch den amerikanischen Südwesten und ich schleppe Stativ und Kamera durch die Wüste. Nicht ohne Erfolg, denn einige der Aufnahmen hängen heute noch an der Wand und werden auf diesen Seiten gezeigt. Eine gute Schule: Wer jemals im VW-Bus bei 45 Grad Celsius in einem Wechselsack Großformatfilme aus Kassetten genommen hat und neue eingelegt hat, den kann rein gar nichts mehr erschrecken. Und die Akribie, die man anwenden muss, um mit so einer Kamera zu fotografieren, schärft den Blick für die wirklich wichtigen Motive.

Ansel Adams war einer der Fotografen, die mich beeinflusst haben. Für eben den Willen, das eine und nur dieses Bild zu machen. Der größere Einfluss allerdings, das weiß ich nach fast 30 Jahren als Fotograf, ging von FotografInnen wie der deutschstämmigen Dorothea Lange aus, die durch ihr Bild „Migrant Mother“ berühmt geworden ist. Dazu mehr an dieser Stelle. Wenn ich es genau betrachte, bewegt sich meine fotografische Arbeit seitdem zwischen diesen beiden Polen.

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Ein Gemeindemitarbeiter sieht mit einer Mieterin aus dem Treppenhaus eines Wohnblocks in die heruntergekommene Nachbarschaft.  In den 1960ger Jahren wurden in Glasgow und Vororten zahllose neue Wohnungen für die Menschen, die bisher unter unzumutbaren Zuständen in der Innenstadt gehaust hatten. Zwei Jahrzehnte später sind auch diese Wohnblocks verwahrlost. Die  Menschen in Glasgow, besonders die in Schwer- und Schiffbauindustrie, litten in den 1980ger Jahren sehr unter dem Rückgang ihrer Branchen. Arbeitslosigkeit, Armut, Alkohol- und Drogenmissbrauch waren die Folge. | A community worker and a tenant look out of the window in a staircase on to the desolate neighborhood. (ACHIM WERNER)

Da ist zum einen die Schönheit der Natur, für die mir manchmal die Worte fehlen. Auf der anderen Seite gibt es menschliches Leben und menschliche Abgründe, für die mir ebenso die Worte fehlen. Aber zum Glück habe ich dann eine Kamera. Und später finde ich dann auch die Sprache wieder.